Tipps und Wissenswertes rund um den Partner Hund

wie begegne ich anderen Hunden

  1. Begegnet Ihnen ein Hund an der Leine, so ist es ungeschriebenes Gesetz, Ihren Hund auch anzuleinen. Sie können ja nicht wissen, was für ein Grund dahinter steckt. Rücksichtnahme ist hier gefragt.
  2. Bewahren Sie Ruhe, vermitteln Sie Ruhe!
  3. Eigene Angst vor fremden Hunden überträgt sich auf den eigenen Hund.
  4. Nehmen Sie Ihren Hund bei einer Begegnung mit anderen Hunden niemals auf den Arm. Ihr Kleiner fühlt sich so sicher da oben bei Ihnen, dass er regelrecht frech werden kann und so den anderen provoziert. Aus Erfahrung ist ein Hund auf dem Arm immer besonders interessant für andere Hunde.
  5. Lassen Sie die Leine locker. Bei straffer Leine ist zu sehr die Verbindung zum starken Hundeführer hergestellt. Das macht Mut, denn er fühlt sich dann von uns bestärkt. Mit so einem starken Partner im Hintergrund kann man auch mal grosskotzig sein und den fremden Hund ankeifen, was diesen zu Recht sauer macht und zum Angriff animiert.
  6. Sprechen Sie sich vorher mit dem anderen Hundeführer ab, ob man die Hunde ableinen kann.

Rüden raufen gern

Gut sozialisierte Rüden haben einen Kommentkampf, ein ritterliches Fechten, das allein darauf abzielt, dem anderen zu zeigen, dass man stärker ist. In der Regel ist es nichts als schnöde Angabe. Jeder passt auf, dass er nichts abbekommt und passt auch auf, dass der andere nichts abbekommt, denn sonst könnte der ja echt böse werden, und das hat man nicht besonders gern, weil es dann ernst würde.

Ernst kann es tatsächlich werden, wenn man die Hunde an der Leine führt, und es kommt zum Kampf. Die Leine ist nicht nur ein Instrument, um den Hund festzuhalten. Sie ist das Verbindungsstück zwischen Hund und Herrn. Ist der Hund an der Leine, dann ist er mit seinem Herrn eins. Das gibt Kraft und Stärke. Da kann man dem fremden Rüden mal zeigen, wer man ist. Der Hundeführer an der Leine ist überdies auch noch ein Stück Territorium, das es zu verteidigen gilt. Wenn nun der andere Rüde auch an der Leine ist, geht es ihm nicht anders, und es passiert, was passieren muss, die Hunde gehen sich wie Berserker an. Sollten Sie die Hunde dann nicht gehalten bekommen, so lassen Sie die Leinen los. Und entfernen Sie sich von den Hunden. In der Regel geht man dann wieder zum Kommentkampf über. Aber nur gut sozialisierte Hunde.

Ein Zweikampf angeleinter Rüden geht selten ohne Schrammen ab.

Im echten aggressiven Kampf sind alle Hunde, ob Rüde oder Hündin völlig blind, taub, witterungslos und schmerzunempfindlich. Wenn sie in Rage sind, beissen sie wie Krokodile nach allem, was ihnen vor die Zähne kommt. Also vorsichtig, nicht dazwischenfassen. Sie zu trennen ist nur möglich, wenn beide Hundebesitzer gleichzeitig ihren Hund an beiden Hinterbeinen fassen, hochheben und auseinanderziehen.

Lassen Sie es nicht so weit kommen, das ist absolut unnütz und bringt Ihrem Hund nur negative Erfahrung mit Artgenossen.

Da werden Weiber zu Hyänen

Auch bei Hündinnen kann es zu Auseinandersetzungen kommen, die harmonisch enden. Hündinnen kennen aber in der Regel keinen Kommentkampf. Sie sind im Ernstkampf noch leidenschaftlicher als Rüden. Rüden können sich beim ernsten Kampf Stücke aus dem Leib reissen, ist der Streit geschlichtet, gibt es immer noch die Chance, dass sie sich eines Tages versöhnen. Nicht so bei einer Hündin. Im Wolfsrudel angelt sich die Wölfin ihren Rüden, und wenn ihr dabei eine andere Wölfin ins Gehege kommt, gibt es Mord und Totschlag. Ganz schlimm ist das, wenn eine Hündin am Anfang der Hitze steht, denn dann ist sie besonders reizbar. Bei kämpfenden Hündinnen sollte man versuchen, diese wie oben beschrieben zu trennen.

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letzte Änderung: 13.02.2008 © 2007-2017 Michael Gerhards und HSG Kaarst e.V.
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