Tipps und Wissenswertes rund um den Partner Hund

Machen Sie sich Ihrem Hund verständlich

Wenn Sie also mit Ihrem Hund so reden wollen, dass er Sie auch versteht, müssen Sie zunächst einmal sich selbst dazu erziehen, dass er das, was Sie ihm sagen wollen, ganz deutlich an Ihrer Stimmlage erkennen kann. Dabei ist wichtig, dass Sie die paar Befehle, die Ihr Hund beachten soll, selbst sicher beherrschen. Dass das gar nicht selbstverständlich ist, können Sie immer wieder beobachten. Da wird dem Hund für ein und dieselbe Handlung der Befehl leider sehr oft mit verschiedenen Worten gegeben. Statt eindeutig bei "Sitz!" zu bleiben, heisst es dann ausserdem noch: "Setz Dich hin", oder versehentlich wird "Sitz" mit "Platz" verwechselt, oder man sagt "Platz" und meint damit nicht das Hinlegen sondern das "Geh in dein Körbchen". Nahezu unerfüllbar wird es aber für den Hund, wenn Sie mit ein und demselben Wort Unterschiedliches von Ihm verlangen. Einmal sagen Sie "Komm" und meinen damit, dass er kommen soll, das andere Mal meinen Sie mit "Komm" etwa "Lass das sein". Oder man telefoniert gerade und der Hund bellt und bellt und wir rufen "Geh in dein Körbchen oder mach wenigstens Platz". Also zwei Befehle auf einmal, das kann der Hund nicht nachvollziehen. Dann wird oft die Aussprache von beispielsweise "Sitz" und "Platz" nicht klar genug unterschieden, beim "Sitz" das helle "i" und bei "Platz" das volle "a".

Unterstreichen Sie die immer gleich gesagten Worte am Anfang zusätzlich mit entsprechenden Gesten. Dies tun Sie erstaunlicherweise fast automatisch, achten Sie auch bei den Gesten darauf, dass diese immer gleich sind.

Brüllen brauchen Sie nicht

Ihr Hund hört, auch das sei gleich gesagt, um einiges besser als Sie. Brüllen brauchen Sie deshalb überhaupt nicht, sonst müssen Sie immer brüllen, weil der Hund lernt, "Nur Brüllen geht mich was an, sonst nichts". Also üben Sie, alle Kommandos richtig auszusprechen, umso leichter machen Sie es Ihrem Hund.

Strafen Sie so wenig wie möglich und wenn, dann im richtigen Moment. Loben Sie ihn angemessen, wenn er Lob verdient hat. Dann haben Sie bald einen Hund, mit dem Sie sich blendend verstehen und der freudig gehorcht, und zwar auf das erste Wort. Rüge/Strafe sollte nur "in Flagranti" erfolgen, nur wenige Minuten später, z.B. wenn Sie gerade erst nach Hause kommen, kann es der Hund nicht mehr mit seiner Missetat in Verbindung bringen.

Das wohl schwierigste Element der Hundeerziehung ist das richtige TIMING.

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letzte Änderung: 13.02.2008 © 2007-2017 Michael Gerhards und HSG Kaarst e.V.
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